Dienstag, 19. Januar 2021

Traktorkiste für Heckstapler/Hubmast

Ich baute mir für den Heckstapler eine Traktorbox aus Europaletten, welche ganz einfach auf den Staplergabeln transportiert werden kann. Das erspart mir das häufige Wechseln des Hubmastes und Traktorkiste mit 3-Punkt Aufnahme. Die Box wird wie eine Palette mit dem Hubmast geladen.



Der Heckstapler ist für mich das meistgenutzte Gerät für den Traktor im Winter. Ich transportiere damit die Kisten mit Brennholz vom Lager zum Heizraum. Um für diverse Entsorgungsfahrten bzw. mittelgroße Besorgungen nicht immer den Autoanhänger zu verwenden bzw. den Heckstapler demontieren zu müssen, habe ich mir die Traktorkiste für den Heckstapler ausgedacht.  

Unser Hubmast ist wohl der äußerst massiven Gattung zuzuordnen. Wie viel Tonnen er wirklich hebt, konnte ich noch nicht ausprobieren, der Vorbesitzer meinte allerdings, dass es so 3 bis 4 Tonnen sein werden. Viel wichtiger sind aber die montierten Staplergabeln. Diese haben nämlich eine Länge von 1,6m. Das mag zwar fürs Rangieren ein Nachteil sein, ist aber beim Be- und Entladen ein riesiger Vorteil. Noch dazu passen bei dieser Länge ganze zwei Europaletten (1,2x08m) darauf - auf diesem Konzept beruht die Machart meiner Kiste.


Basis

Man nehme 2 Europaletten als Ausgangsmaterial.

Bei der Auswahl der Paletten sollte man auf Klötze aus Vollholz achten. Die neueren Europaletten mit Klötzen aus Pressspan neigen dazu, den Schrauben keinen Halt zu bieten.
Um beim Einfädeln mit der Gabel nicht gegen diese Klötze zu stoßen, habe ich in normale sägeraue Bretter als Führung in die Schlitze geschraubt.
Nebenbei sind damit die Paletten stabil miteinander verbunden. Die Abmessungen wären jetzt 1,2m x1,6m; was mir aber noch ein wenig zu klein war. Daher wurde das Grundgerüst mit einen 14x12cm Balken verbreitert. Die 14cm Entsprechen auch der Höhe einer Europalette.



Bei diesen Abmessungen können nun auch zwei Europaletten mit genügend Luft mit der Kiste transportiert werden.

Seitenwände

Als Seitenwände werden 27mm Dreischicht-Schalnungplatten verwendet. Die sind einigermaßen wasserfest und ich hatte noch genug Stück von diversen Bauarbeiten übrig.  Zudem sind sie massiv und haben sich schon beim Autoanhänger bewährt.
Ich habe die Platten nur mit der Stichsäge zugeschnitten, da diese schon mal zum Gießen einer Betonform verwendet wurden. Daher war mir das Kreissägeblatt zu heikel und die Stichsägeblätter sind deutlich günstiger. Die Schnittqualität ist vernachlässigbar - das Ding steht im Schuppen und nicht im Wohnzimmer. 
Die Seitenwände wurden auf Länge minus zwei Brettstärken zugeschnitten und an die Balken geschraubt. Mit langen Schrauben verankerte ich die Seitenwände mit den Klötzen der Paletten.

Die Stirnwand wird auf die Palette aufgesetzt und mit den Seitenwänden verschraubt.

Da die Seitenwände nur 40cm überstehen habe ich sie mit zusätzlichen Schalungsbrettern erhöht. Hierzu werden zahlreiche Sacklöcher (Pocket Holes) von unten in die Seitenwände gebohrt. Von unten deshalb, damit sich die Löcher nicht zuschmutzen können. Ich sollte eindeutig mehr mit dem Kreg Jig arbeiten - das geht verdammt schnell und hält extrem gut.

So ganz den Pocketholes vertrauen würde ich aber auch nicht. Immerhin kann beim Fahren schon mal der eine oder andere schwere Gegenstand gegen die Seitenwand knallen. Darum wurden die Seitenwände mit einer Diagonalstrebe (5x8cm) und mit einem senkrechten Kantholz zur Stirnwand verschraubt. Sorry, schlechtes Bild....
 

Auf den letzten Bildern weiter unten ist dann noch zu sehen, dass ich noch zusätzlich Lochbleche und  Plattenreste zwischen unteren und oberen Seitenwänden verschraubt habe.
Um auch loses Gut bewegen zu können sollten die Schlitze in den Paletten mit passenden Leisten verschlossen werden.
Auf die Ladungssicherung wird gerne mal vergessen. Insgesamt sind 10 Stk. Zurrösen verbaut worden. 




Rückwand

Die Rückwand soll zwei Funktionen haben: Rückwand und Rampe
Um die Transportbox auch mit den Hubwagen beladen zu können war der Plan eine separate Rampe zu bauen. Aber warum nicht gleich die Rückwand so bauen, dass sie auch als Rampe nutzbar ist? Solche Ideen kommen mir immer in schlaflosen "Planungsnächten" 😉 
Das Material ging zur Neige und ich musste die Rampe aus 2(3) Reststücken der 3-Schichtplatte zusammenschrauben. Dadurch wird es zwar schwerer, aber auch stabiler.

Gehalten wird die Rückwand mit Winkel aus Aluminium. Das ist zwar eine Lösung, die mir nicht sonderlich gut gefällt, ich werd's aber vorerst mal so belassen bis mir was Besseres einfällt. 
Die Oberseite wurde mit Riffle-Blech aus Aluminium veredelt. Ein Reststück - darum bedeckt es auch nicht die komplette Rückwand.




Fertig:








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