Sonntag, 17. März 2019

Schneidebrett

Ich habe ja schon einige Schneidebretter gebaut, aber dieses Mal hatte ich auch die Kamera dabei, und deshalb gibt es nun auch eine Anleitung dazu. Dieses Brett ist aufgrund der Größe und Dicke eher etwas fürs Grobe aber nicht spülmaschinenfest.

Ich habe auch schon spülmaschinenresistente Bretter gebaut, diese sind dann aber kleiner - sog. Jausenbretter...

Material

Von meiner ehemaligen Werkstatt und deren Werkbank ist noch ein Stück Buchenplatte übrig geblieben, was ich aufgrund des Heizkörpers ausschneiden musste. Bei dieser Dicke (4cm) lässt sich auch ein sehr massives Schneidbrett daraus bauen, was auch den einen oder anderen Hammerschlag beim Zerlegen eines Schweines aushält.
Bei mir war das Reststück leider nicht ausreichend groß, dass ich es zusammen leimen musste. Einfacher geht's natürlich wenn man nur zuschneiden muss. Die endgültige Größe beträgt etwa 33x55cm.

Zuschnitt

Mit etwas Überstand wurden zwei Stücke aus dem Buchenbrett mit der Kappsäge zugeschnitten.
Da ich damals das Reststück mit der Stichsäge ausgeschnitten hatte, musste ich die zwei Hälften noch auf der Tischkreissäge begradigen.
PS: Dieses Bild habe ich nur für den Blog gemacht. Das Sägeblatt dreht sich nicht wenn man genau schaut, sonst würde ich mir auch die Finger abscheiden. Darum: diese Schnitttechnik nicht kopieren! ;-)


Verleimen

Um mehr Stabilität zu erhalten können Schlitze für Flachdübel mit einer Flachdübelfräse eingefräst werden. Zuvor ist es ratsam die Seiten zu beschriften.


Aufgrund der Dicke von 4 cm sind Schlitze an der Ober- und Unterseite gefräst.

Als Leim sollte die wasserfeste Variante gewählt werden. Wobei wirklich wasserfest ist dieser auch nicht. Das ist auch der Grund warum dieses verleimte Schneidebrett nicht spülmaschinenfest ist. Die verleimten Stellen lösen sich mit der Zeit. Alleine Bretter ohne Leimstellen überstehen diesen Stress. Abwaschen im Spülbecken ist aber kein Problem.
















Zwingen pressen die Hälften zusammen. die Unterlage sorgt dafür dass das Brett dann auch gerade ist.

Sägen die 2te

Da die einzelnen Bretter nur grob zugeschnitten wurden und beim verleimen nicht 100% fluchten werden diese jetzt im verleimten Zustand bündig abgeschnitten. Leider sind beide Ränder davon betroffen, so dass die erste Seite mit der Tauchsäge und Schiene begradigt werden müssen.














Die gegenüberliegende Seite kann dann mit der Tischkreissäge begradigt werden.

Schleifen

Da 4cm nicht immer gleich 4cm sind, merkt man spätestens wenn zwei Bretter miteinander verleimt werden. Bei meinem Brett waren da etwa 0,5mm Unterschied und diese gilt es zu begradigen. Mit einem Bandschleifer und Körnung 40er Schleifpapier ist das aber kein großes Thema, selbst bei Hartholz. Wichtig ist stets mit der Maserung zu schleifen, da sonst unschöne Schleifspuren entstehen, die man nur durch erhebliche Schleifarbeit weg bekommt.














Danach ist das Brett zwar gleichmäßig dick, aber sehr rau. Jetzt kommt der Exzenterschleifer zum Einsatz. Ich habe hier Körnung 80, 120, 180 und 240 verwendet.
Kanten Fräsen

Wenn das Brett so glatt ist wie ein Baby Popo können die Kanten abgerundet werden. Dies habe ich mit der Oberfräse und einen 3mm Abrundfräser erledigt. Die gefrästen Stellen habe ich anschließend mit 240er Schleifpapier nach geglättet.


Das Ergebnis sieht schon mal sehr gut aus.

Oberflächenbehandlung

Eine Wissenschaft für sich. Dieses Mal habe ich Olivenöl aus unserem letzten Kroatien Urlaub verwendet. Von der Optik bin ich begeistert. Allerdings muss das Schneidebrett ein paar Mal damit behandelt werden. Ein einmaliger Auftrag ist auf alle Fälle zu wenig. Da sieht man dann jeden Wassertropfen.












Nach mehrmaligen ölen ein fantastisches Ergebnis!







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