Für den Bau empfehle ich:
Ausgangsmaterial
Diese beiden "Wände" hatte ich zur Verfügung:

Die Teile waren etwa 100x110cm und hatten einen Rahmen aus einem 40x40x2mm Formrohr. Die Stäbe in der Mitte haben die Abmessungen 25x25x2mm. Diese sind in leider mittig und daher nicht auf einer Seite bündig mit dem Rahmen verschweißt. Noch dazu soll mein Tisch etwa 150x100cm werden. Also müssen zuerst die Stäbe raus und der Rahmen vergrößert werden.
Hätte ich das Material neu gekauft, würde ich mich für 3mm Wandstärke bei den Formrohren entscheiden.
Trennen
Mit dem Winkelschleifer habe ich zuerst die Stäbe raus geschnitten. Zum Glück waren diese nur an jeweils zwei Seiten verschweißt. Somit ging das relativ flott.

Danach wurde der Rahmen aufgetrennt, damit ich diesen verlängern konnte.

Rahmen
Von dem offenen Rahmen habe ich mir 2x 40cm Stücke mit der Bandsäge abgeschnitten, um diese mit dem geöffneten Rahmen, mittels Elektrodenschweißgerät verschweißen zu können. Damit auch alles schön gerade wird, wurden die Teile mit anderen Formrohren fixiert.

Jetzt kann die Verlängerung angepunktet werden.
Der verschweißte Rahmen sieht dann so aus:
Zwischenstäbe
Die Zwischenstäbe sollen bündig mit der Oberkante des Tisches sein, damit zukünftige Werkstücke satt aufliegen. Um das sicher zu stellen habe ich mit Zwingen Flachstahl an den Rahmen geklemmt, auf dem dann beim Verschweißen die Stäbe aufliegen. Um von Stab zu Stab jeweils den gleichen Abstand zu haben, habe ich mir Distanzhölzer mit entsprechender Länge zugeschnitten.


So arbeitet man sich von einem Zwischenstab zum nächsten...

BTW: Gewisse Klemmen sind nicht fürs schweißen geeignet :-(
Füße
Wie der restliche Tisch auch, bestehen die Beine aus Resten. Teilweise musste ich auch Formrohre zusammenschweißen um auf die nötige Länge zu kommen.
Wie alles Andere auch in meiner Werkstatt soll der Tisch auch fahrbar sein. Ein netter Kollege hat mir die Rollen von seinem Werkstattwagen geschenkt (Danke Roman!) und diese finden somit auch Verwendung.
Die Auflage für die Räder habe ich aus 5cm Breiten Flachstahl zusammen geschweißt, entsprechend gebohrt und an die Füße angeschweißt.


Nun steht der Tisch schon auf eigenen Füßen
Fine tuning
Zur Versteifung habe ich 45° Elemente an die Tischbeine geschweißt. Auch wenn diese nur 12cm an der langen Seite ist, wird der Tisch dadurch deutlich stabiler.


Der Rest muss natürlich auch verschweißt werden. Anschließend sollten überstehende Schweißnähte mit dem Winkelschleifer und Schrubbscheibe abgeschliffen werden.

Dann habe ich noch in Youtube dieses Video gesehen, und wie bei diesen Tisch eine Metallsäge integriert wurde. Das hat mir natürlich sehr gut gefallen, und ich will mir die Möglichkeit für diese Erweiterung nicht verbauen. Also habe ich an 4 Stück Formrohr ein Loch gebohrt, darüber eine Mutter angeschweißt und jedes davon an eine Ecke des Tisches angeschweißt. So kann zukünftig ein Add-On jederzeit angesteckt und fixiert werden. Eine Tischverlägerung wäre ebenfalls denkbar... Es wird also eine Fortsetzung geben.

Finale
Nachdem das mit Flugrost überzogene Gestell auch fürs Auge ansprechender werden soll, wird der Schweißtisch, bis auf die Oberseite lackiert. Die Oberseite muss frei bleiben, da sonst kein Massekontakt gewährleistet werden kann.

Nach dem trocknen können auch schon die Räder montiert werden....Fertig:

Mehr Querstäbe wären sicher von Vorteil gewesen, aber die Wände gaben einfach nicht mehr her. Dafür hat der Tisch, bis auf die Elektroden, nichts gekostet. Demnächst wird er auch seinen ersten Einsatz haben.
WOW Stefan!!!
AntwortenLöschenDas ist nicht böse gemeint, aber da hast du dich selber übertroffen - der Tisch ist dir richtig gut gelungen.
Habe die Einzeilteile für meinen Tisch zum größten Teil schon fertig liegen, mal schauen wann ich ans Schweißen komme.
Viel Spaß zukünftig beim Schweißen
Gruß,
Marcel
Danke für die Blumen. Da hab ich aber schon schwierigere Aufgaben gelöst ;-)
LöschenWenn ich gewusst hätte, wie praktisch das Teil ist, hätt ich mir schon viel früher einen gebaut...
Bin schon auf deinen gespannt!