Montag, 15. Juni 2015

Schlauchhalter

Ich hatte schon länger eine Alufelge zu Hause rumliegen, welche in Lebzeiten eine zu starke Anziehungskraft zu Randsteinen entwickelte. Deutliche Abdrücke dieser Zuneigung sind noch heute an der Felge ersichtlich.
Nun aber dient mir genau diese Felge als Schlauchhalter. Wie ich das Teil montiert habe, will ich im folgendem Beitrag zeigen:











Meine Empfehlungen:

Die einfachste Lösung wäre freilich gewesen, das Rad mittels langen Schrauben direkt an die Wand zu dübeln. Das erschien mir aber als etwas zu instabil, da sich so die Schrauben verbiegen könnten, bzw. diese sehr fest in der Mauer verankert werden müssten, um den nötigen Druck der Felge auf die Mauer zu realisieren.
Daher habe ich aus Eisenresten eine Montagehilfe geschweißt. Wahrscheinlich kann man so etwas auch einfacher realisieren, treue Blogleser werden aber auch wissen, dass ich stets zum maßlosen Überdimensionieren neige. Außerdem hatte ich genau diese Eisenreste zuhause und wollte nicht extra was kaufen.

Aufbau der Montahehilfe

Begonnen hatte ich mit dem Zuschnitt.













Die Länge der Montagehilfe beträgt etwa 30cm, wobei die die Länge der Auflagefläche etwa 20cm misst. Der Grundkörper besteht aus einem 50x50x4mm Formrohr an dem ich zwei L-Profile (für's Verschrauben an der Wand) geschweißt habe. Die Felge selbst liegt auf einem 25x30x2mm Formrohr auf.
Der Abstand von der Wand beträgt für mein Rad etwa 13cm. Dieser Wert kann aber von Felgentype zu Felgentype variieren.
Damit die Felge im montierten Zustand nicht wackelt sollte diese an mindestens 3 Punkte verschraubt werden. Hierzu habe ich zwei kleinere L-Profile angeschweißt, in die ich anschließend zwei Löcher (13mm) mit einem Abstand von 6cm gebohrt habe. Dies entspricht ca. den Schraubenabstand einer 5-Loch Felge.















Anschließend muss das 3. Loch ermittelt werden.  Dazu wird die Felge auf die noch nicht fertige Montagehilfe gelegt, so dass zwei Löcher der Felge mit den zwei soeben gebohrten Löchern übereinstimmen. Eines der drei verbleibenden Löcher sollte sich jetzt genau über den Formrohr befinden: anzeichnen und bohren.
An der Rückseite der Bohrlöcher werden nun M12 Muttern angeschweißt.
Vor dem lackieren habe ich noch die Befestigungslöcher gebohrt (8mm):
Die Formrohre sollten unbedingt bevor lackiert wird, mit Benzin o.ä. gereinigt werden, um die Ölschicht am Metall zu entfernen.

Lackieren

Vom lackieren selber habe ich keine Fotos...war aber sehr lustig. Seitdem habe ich im Heizraumboden ein großes Cut, weil ich ja das Gestell mit zu dünnem Draht zum Trocknen auf die Kellerdecke hängen musste. Wenn man dann noch dran rumpinselt löst sich sehr leicht der gebogene Hacken, bis das Teil aufgrund der Erdanziehungskraft mit 9,81m/s² Richtung Fußboden beschleunigt wird, und es sich es nach zwei Meter mit etwa 22km/h mit einer Spitze in den Boden bohrt. Das klingt jetzt nach nicht viel, es hat jedoch gereicht, ein ca 5x5cm großen Stück aus dem Betonboden zu schlagen.              
Doch dem Loch hab ich am Anfang gar keine Beachtung geschenkt, denn als das Gestell mit einer Vorwärtsrolle seinen Aufprall abfedern wollte, hat es auch gleich die volle(!) Farbdose umgestoßen, dessen Inhalt sich gleichmäßig über einen halben Quadratmeter Betonboden verteilte.
Wunderbar! ich wollte schon immer mit bloßen Händen Metallschutzlack in einem Kübel schaufeln, denn mein letztes Paar Gummihandschuhe hatte ich ja sicherheitshalber am Vortag zum Streichen einer Hollywoodschaukel verbraucht. Leider ließ sich der Fleck nicht komplett wegwaschen, so dass ich an dieses Malheur nun wohl eine dauerhafte Erinnerung habe.
Andererseits bin ich froh, dass die Geschichte so ausgegangen ist, denn das Teil hätte mir auch auf die Zehen fallen können, und das hätte schlimmer ausgehen können...
Links unten am Bild zu sehen, die Spitze die sich in den Boden bohrte.


Die Montage an der Wand

Gut, nun muss das Ding an die Wand, mit 8er Dübel und 6x60er Schrauben.













Montiert habe ich die Felge mit 2x M12x30 und 1x M12x65 Schrauben. Da sich der Schlauchhalter unter einem Dachvorsprung befindet, kann auf Edelstahlschrauben verzichtet werden.


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