Sonntag, 23. November 2014

Weihnachtlicher Schwibbogen

Wie schon zu Beginn den Blogs erwähnt habe ich meiner Frau einen Schwibbogen gebastelt. So ein Ding kostet im Katalog gut und gerne mal an die 700€. Allerdings sind diese mit dem Laser ausgeschnitten und nicht von Hand hergestellt. Andererseits könnte diese Handarbeit niemand bezahlen. Ich habe im August mit dem Sägen begonnen und bin rechtzeitig zum Advent fertig geworden.

Vorlage

Da weder ich noch meine Frau ein derart kreatives Händchen besitzen um so einen Bogen zu zeichnen, haben wir uns um wenige Euros eine Vorlage im Internet bestellt.

Sägen, Sägen, Sägen,...

Eine Dekupiersäge o.ä. kann man getrost im Schrank stehen lassen. Die feinen Rundungen und Details sind am besten mit der Hand hinzubekommen. Man benötigt eine Laubsäge !
Ich habe mir von der Vorlage eine Sicherheitskopie gemacht, und diese dann mittels eines Klebesticks auf das Sperrholz geklebt. Auf dem Plan sind die auszuschneidenden Teile gekennzeichnet. Schöner arbeiten geht es, wenn sich an Ecken Löcher bohrt, und diese zum drehen der Laubsäge verwendet. Die Löcher sollten aber an Stellen gebohrt werden die danach zum Abfall gehören.



Hier habe ich 4mm, 8mm und 10mm dickes Sperrholz verwendet. Aufgrund der Dicke können doppelte Teile nicht gleichzeitig ausgeschnitten werden (2 Platten übereinander). Es sollte jeder Teil einzeln ausgeschnitten werden.



Die Einzelteile
Hier die beiden Außenseiten (10mm) und die Tiere und Bäume (4mm).
Der mittlere  Teil inklusive Beleuchtung (8mm)
Der innere Teil (4mm)
 Die Grundplatte

Die Grundplatte besteht aus 2x10mm dicken Sperrholzplatten in die bereits die Elektrik eingebaut ist. Unten verdeckt eine 4mm Sperrholzplatte die Verkabelung.

Beleuchtung

Der mittlere Teil beinhaltet ebenfalls eine Beleuchtung. Die elektrische Verbindung zu Grundplatte wird mittels zweier Krokoklemmen hergestellt.



Ich habe ganz normale Glühbirnen mit E10 Fassungen verbaut. Diese haben den Vorteil, dass sie in jedem Fahrradgeschäft erhältlich sind. Die Kabel zwischen den Fassungen sind verlötet.














Zusammengesteckt...
... sieht der Schwibbogen dann so aus:


Für den Bau des Schwibbogens benötigt man faktisch kein Werkzeug. Man benötigt allerdings extrem viel Geduld und eine ruhige Hand auch, wenn diese sich nach einigen Stunden verkrampft. Mir ist zum Glück beim Sägen kein Teil abgebrochen.




Kommentare:

  1. Ich würde ja gerne etwas dazu schreiben, aber mir fehlen einfach die Worte. Hammer!

    Gruß Ricc

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  2. Hallo Ricc,

    Herzlichen Dank!

    Sg, Stefan

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  3. ich muss auch sagen, ist ein schönes Motiv und nicht so albern wie die ganzen Weinachtsbilligschwibbögen - auch wenn sie ihren Ursprung in Sachsen haben :-P

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    1. Dankeschön!
      Ursprünglich waren Sie auch aus Metall, aber das geht mit der Laubsäge schlecht schneiden :-)

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  4. Mein lieber Herr Gesangsverein! Seit August gesägt? Der helle Wahnsinn.

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    1. Ja, da muss man sich einige male "motivieren" :-)

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  5. Wow! Ich bin gerade mit Sohnemann mit dem Laubsägen angefangen. Da muss ich wohl noch ein bisschen üben :) Meine Hochachtung!

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    1. Naja Manuel, zum Üben hast du mit diesem Ding genug :-) . Nur dein Sohnemann wird damit wahrscheinlich nicht glücklich werden, weil lange Zeit kein Land in sich ist ;-)

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  6. Hallo Stefan,
    sehr schöne Arbeit. Denke deine Frau kann sehr zufrieden sein.
    Glaube ich hätte nicht so dafür die Geduld. Arbeite aber lieber mit der Fräse als mit der Laubsäge;-).

    Gruß Patrick

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  7. Hallo Patrick,
    Die Fräse ist mir auch bei weitem lieber, aber die Belohnung meiner Frau war auch nicht übel :-)
    lg
    Stefan

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  8. Meine Hochachtung vor dieser Arbeit! Ich glaube, ich hätte dazu nicht die nötige Geduld...

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  9. Hallo :-) Das "große Waldhaus war meine allererste aufwändige Arbeit. Aber so lamge wie Ihr habe ich nicht dazu gebraucht :-) Auch bei mir war nur eine Launsäge im Einsatz und als einzige Maschine eine Bohrmaschiene um die "Einfädellöcher" fürs Laubsägeblatt zu bohren. Ich habe einfach beide Platten- die gleich auszusägen waren übereinander gelegt und mit Stiftchen verbunden - so gings schneller :-) . Ich bin auf weitere Arbeiten sehr gespannt :-) Wenn Ihr wollt besucht mich mal auf meinem Blog . Unter Label "Hobby Holz" könnt Ihr einige meiner Arbeiten auch mal anschauen.

    Liebe Grüße die Rita aus dem Erzgebirge

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  10. Hallo Rita,
    Eine beachtliche Sammlung hast du da!
    Natürlich wär ich auch schneller gewesen, wenn ich auch zwei Platten übereinander gelegt hätte, schon klar. Aber ich habe auch 8mm dickes Sperrholz verwendet, und nicht, so wie du, 4mm dickes. Die 16mm wären zwar noch zu schneiden gewesen, allerdings hält man die Laubsäge nie zu 100% gerade, so dass die feinen Strukturen auf der unteren Platte praktisch unbrauchbar gewesen wären.
    Liebe Grüße aus Österreich
    Stefan

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    1. Hallo Stefan :-)
      Ja das stimmt , die erste Arbeit war aus 4mm Sperrholz. Auf Anordnung meines damaligen Chefs. Inzwischen arbeite ich fasst nur noch mit 6mm.
      Die Sammlung an Holzarbeiten - die ist nicht mehr bei mir. Auf meinem Blog sind nur Fotos zur Erinnerung . Die Arbeiten haben den Besitzer gewechselt. Mit anderen Worten: Ich weiß immer, was zu Weihnachten, Geburtstag , Schulanfang Hochzeit etc. schenke :-)

      liebe Grüße

      Rita

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    2. Hallo Rita,
      Es bleibt nur zu hoffen, dass die beschenkten auch die Arbeit, die dahinter steckt, zu schätzen wissen. Ich hab zwar diesen auch verschenkt, allerdings an meine Frau :-)

      Schöne Grüße
      Stefan

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  11. Wahnsinn!

    Das ist wirklich ein richtig tolles Projekt! Respekt für diese wunderschöne Arbeit - die besagte ruhige Hand hätte ich auf Dauer nicht. ;)

    Liebe Grüße,

    Sabine

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  12. Ein wirklich hervorragendes und wunderschönes Exemplar. Herzlichen Glückwunsch. Gibt es die Möglichkeit, irgendwoher die Schablonen zu bekommen? Wie haben Sie die Krokodilklemmen mit dem Netzteil verbunden bzw. welches Netzteil haben Sie verwendet?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Herzliche Grüße
    Matthias

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  13. Hallo Stefan,
    die Herstellung eines Lichterbogens wird dann filigran und ein kunstvolles Werk, um so dünner (üblicher Weise 3mm) das Sperrholz ist.
    Mein Mann uns ich betreiben dieses Handwerk nun fast 2 Jahrzehnte (http://das-kleinste-saegewerk-brandenburgs.blogspot.de )und es freut uns immer wieder mit zu erleben, wie Anderes sich diesem Handwerk annehmen.
    Die benutzte Vorlage (entworfen von Fam. Röthig)ist auch schon eine kleine Herausforderung, deren Umsetzung ich gut finde.
    Vor allem ist es schön zu lesen, dass hier die Laubsäge und keine elektrischen Geräte zum Aussägen verwandt wurden.
    Eine schöne Arbeit.

    Beste Grüße aus dem Barnim
    Heike und Bernd E.




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